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Hausstaubmilben
Veröffentlicht am: Montag, 19. November 2007
Die Hausstaubmilben sind keine Folgeerscheinung mangelnder Hygiene sondern natürliche Mitbewohner. Sie zählen zu den Spinnentieren. Weltweit gibt es etwa 150 Arten. Sie sind 0,1 bis 0,5 mm groß.
Die Hausstaubmilben haben ideale Lebensbedingungen bei Raumtemperaturen von 25 bis 30 °C und einer relativen Luftfeuchte von 65 bis 80 Prozent. Bei einer relativen Luftfeuchte von weniger als 50 Prozent sterben sie ab.
Die Milben ernähren sich hauptsächlich von menschlichen und tierischen Hautschuppen und Schimmelpilzen. Sie leben in Betten, Teppichen und Polstermöbeln, weil sie hier geeignete Lebensbedingungen vorfinden. Die höchste Konzentration von Milben findet sich meist in Kopfkissen. Der Mensch verliert pro Tag etwa 1,5 g Hautschuppen, die meisten im Bett. Auch scheidet er in der Nacht 250 bis 400 ml Wasser aus. Ein jahrelang ungewaschenes Kissen enthält bis zu 400.000 Milben. Der Anteil an lebenden und toten Milben in einem solchen Kissen machen etwa 10 Prozent dessen Gesamtgewichts aus.
Eine Hausstaubmilbe produziert ca. 20 Kotkügelchen am Tag, im Laufe ihres zwei bis vier Monate dauernden Milbenlebens ist dies das 200fache ihres Körpergewichts. Die Kotkügelchen sind Auslöser der Hausstaubmilbenallergie. Ein Teelöffel voll Schlafzimmerstaub enthält durchschnittlich 1.000 Milben und 250.000 Kotkügelchen. Die Kotkügelchen verfallen zu feinstem Staub (Partikelgröße 35 µm), werden durch (Luft-)bewegung aufgewirbelt und mit der Atemluft eingeatmet.
Zu den durch Milbenkot ausgelösten allergischen Beschwerden zählen juckende und tränende Augen (Konjunktivitis), Niesanfälle, Fließschnupfen, verstopfte Nase, Reaktionen der Haut, seltener Husten, Ohrgeräusche, aber auch Atemnot und allergisches Asthma bronchiale. Sind die Beschwerden morgens nach dem Aufstehen stärker als tagsüber, so deutet dies meist auf eine Hausstaubmilbenallergie hin.