AzelastinE-News - 3/2009
Liebe Leserinnen und Leser,
der Sommer hat sich von allen Seiten gezeigt. Hitze, schwüle Luft, Regen und kalte Tage. Sie als Allergiker wussten wieder genau wann der Wind weht und ob er Pollen mit sich bringt, die Sie nicht vertragen - leider! Und es ist noch nicht vorüber.
Jetzt kommt die Zeit der Wildkräuter mit ihren unzähligen Anti-genen. Viele Kräuterallergiker haben mit Kreuzallergien zu kämpfen. Sie leiden deshalb nicht nur an den Pollen, sondern müssen immer wieder auf bestimmte Gemüse verzichten. Als Beispiel stellen wir Ihnen den weißen Gänsefuß vor.
Außerdem sind Allergietests in dieser Ausgabe unser Thema. Welche Tests gibt es und was bringen Sie an Ergebnissen? Dieser Frage versuchen wir näher zu kommen.
Zwei wichtige Fragen von Lesern haben wir auch wieder be-antwortet. Diesmal geht es unter anderem um die Frustration, die durch eine Allergie entstehen kann. Unser Expertenrat be-schäftigt sich diesmal mit der Unterscheidung von einem Erkäl-tungsschnupfen und einer allergischen Rhinitis.
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
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Beifuß, Gänsefuß und Wegerich: Jetzt kommt die "wilde" Zeit für Allergiker
Allergiker müssen sich nicht nur im Frühjahr mit Pollen plagen, die ihr Immunsystem aus den Fugen bringen. Manche Allergiker leiden das ganze Jahr. Nach den Frühblühern, wie den Bäumen, und den Mittelblühern, wie Gräsern und Getreide, haben im Spätsommer und Herbst die Wildkräuter Hochsaison. Wer hierauf mit allergischer Rhinitis reagiert, muss mit "wilden Zeiten" rechnen. Denn Kräuter sind immer weiter auf dem Vormarsch. Außerdem bergen sie das Risiko von Kreuzallergien mit Gemüse. Ein Antihistaminikum sollten Betroffene daher immer griffbereit haben.
Wildkräuter sind Pflanzen, die eine geringe bis gar keine Bedeutung in der Landwirtschaft oder als Zierpflanzen haben. Die wichtigste Allergie erzeugende Gruppe unter den Wildkräutern ist die Compositae, zu der 20.000 Arten zählen, unter anderem die Beifußambrosie. Die Rolle der Ambrosien als Allergen nimmt in Europa ständig zu. Die Pollen enthalten 14 Antigene, die aber nicht alle Allergien auslösen. Und nicht jeder Patient reagiert auf dieselben Antigene.
Im Spätsommer und Herbst sind aber noch andere Wildkräuterpollen unterwegs. Die Reinfarn-Klasse, zu der Beifuß und Salbei gehören, löst häufig Allergien aus. Auch die Löwenzahnartigen bieten ein breites Spektrum an Antigenen. In diese Gruppe gehören auch einige Zierpflanzen, wie Astern, Goldrute, Chrysanthemen und Dahlien. In Süd- und Mitteleuropa ist häufig auch die Gänsefuß-Familie anzutreffen, deren Pollen Allergien auslösen.
Unangenehm sind die Kräuterallergien deshalb, weil die Antigene der einzelnen Familien sich sehr ähneln. Kreuzallergien sind daher häufig. Und diese beziehen sich nicht nur auf Wild- und Gartenkräuter. Oft kommen Gemüse, wie Sellerie und die Früchte der Nachtschattengewächse, z.B. Tomaten, dazu.
Die exakte Diagnose der Allergieursache ist schwierig, wenn Wildkräuter im Spiel sind. Es gibt derzeit etwa 90 Wildkräuterextrakte mit den wichtigsten Antigenen. Doch gibt es in der Natur viel mehr Auslöser. Trotzdem ist es wichtig, den Antigenen auf die Spur zu kommen. Denn das Meiden der Pollen oder der Verzicht des Verzehrs sind gute Wege, um Allergien vorzubeugen.
Oft sind eine laufende Nase, tränende und besonders juckende Augen aber nicht zu verhindern. Da hilft es, ausreichend Medikamente griffbereit zu haben. Beispielsweise sind Antihistaminika, Nasensprays und Augentropfen immer hilfreich, wenn es zu einem unerwarteten Kontakt mit Allergenen kommt. Schnell wirksame Sprays, beispielsweise mit dem Wirkstoff Azelastin, sind vorteilhaft. Dieses moderne Antihistaminikum kann bei Bedarf eingesetzt werden und wirkt bereits innerhalb von 15 Minuten und reduziert zuverlässig über zwölf Stunden lang die Symptome der allergischen Rhinitis und der begleitenden Konjunktivitis. Lassen Sie sich von keinem Kraut "wild" machen!

Polle trifft Nahrungsmittel: Kreuzallergien sind nicht ausgeschlossen!
Ein herzhafter Biss in einen erntefrischen Apfel - darauf freuen sich die Obstliebhaber im späten Sommer. Doch manche können das wenig genießen: Kaum ist der Bissen im Mund kribbelt es auf der Zunge. Die Atemwege schwellen an. Juckreiz folgt. Und das geschieht ganz überraschend. Die Ursache liegt nicht am Apfel selbst. Auslöser dieser Reaktion kann eine Pollenallergie sein.
Vor allem bei einer Pollenallergie auf früh blühende Bäume und Sträucher, wie Birke, Erle und Hasel, treten häufig Nahrungsmittelallergien auf. Mehr als die Hälfte aller Pollenallergiker verträgt keine Nüsse oder rohen Obstsorten aus der Familie der Rosengewächse. Dazu gehören Äpfel, Birnen, Pfirsiche, Pflaumen, Kirschen und Mandeln.
Auch die Ambrosie reagiert kreuz und quer
Auch Beifußpollenallergiker haben es oft mit einer pollenassoziierten Nahrungsmittelallergie (pNMA), so der Fachbegriff für diese besondere Form der Nahrungsmittelallergie, zu tun. Beifuß ist ein Leitallergen für Kräuter- und Gewürzallergien. So leiden Beifußpollenallergiker häufig auch an Kreuzreaktionen mit Paprika, Tomate und Sellerie, Chili und Pfeffer. Und das ist kein besonderes Vergnügen, denn als Gewürz werden Pfeffer und Co. gerne und überall benutzt.
Gräser lösen seltener Beschwerden aus
Etwas mehr Glück haben die Gräserallergiker. Sie können es zwar auch mit Nahrungsmittelallergien zu tun bekommen, aber deutlich seltener. Tomate, Pfefferminze, Soja und Erdnuss heißen bei einer Gräserpollenallergie die Feinde des Immunsystems. Getreidesorten sind - obwohl es sich um Gräser handelt - glücklicherweise sehr selten Auslöser für eine Kreuzreaktion.
Wie lautet die Lösung für die Betroffenen?
Pollenallergiker wissen es: Die Beschwerden sind geringer, wenn die Pollen gar keine Möglichkeit haben, an die Schleimhäute zu gelangen. Doch ganze Nahrungsmittelgruppen vom Speiseplan zu streichen, das fällt nun wirklich schwer. Es ist auch meist nicht nötig. Oft treten die Beschwerden durch Nahrungsmittel nur dann auf, wenn die Pollen die Allergie gleichzeitig zum Aufblühen bringen. Wer mit einer Frühblüherallergie zu tun hat, kann den Apfel im Herbst durchaus genießen. Außerdem lassen sich viele Nahrungsmittelallergene durch Erhitzen zerstören. Rohkost stellt hier also das Problem dar.
Probieren geht über Studieren
Kreuzallergien können sich ganz unterschiedlich entwickeln und sind deshalb etwas Individuelles. Wissenschaftliche Vorhersagen gibt es nicht. Im Zweifelsfall heißt es: Ausprobieren! Was aber sicher hilft, ist die Grundallergie auf Pollen im Griff zu haben. Allergene meiden und Symptome zügig bekämpfen - das hilft gegen die Beschwerden.
Um das Immunsystem zu entlasten, sollten Allergiker zu einer Therapie greifen, die schnell und zuverlässig am Ort des Geschehens eingreift. Mit dem Wirkstoff Azelastin können Beschwerden wie Niesreiz, Fließschnupfen und eine verstopfte Nase innerhalb von 15 Minuten bekämpft werden, juckende und tränende Augen sogar innerhalb von 3 Minuten. Der Wirkstoff muss erst angewendet werden, wenn die Beschwerden beginnen, also genau dann, wenn er gebraucht wird. Die Wirkung hält zwölf Stunden an. Azelastin ist gut verträglich. Ein Test, der sich lohnt!

Steckbrief: Weißer Gänsefuß (Chenopodium album)
Familie: Chenopodiaceae
Heimat: weltweit
Der weiße Gänsefuß ist eine einjährige Pflanze, die zwischen 5 Zentimetern und 3 Metern groß werden kann. Die Pflanze wurzelt sehr tief und ist deshalb fest im Boden verankert. Gänsefuß ist sehr anspruchslos. Er wächst meist als Erstbesiedler auf Schuttplätzen, an Wegen, in Äckern und Gärten. Die Verbreitung erfolgt - wie bei allergieauslösenden Pflanzen üblich - über die Luft. Die Pflanzen sind Wind- und Tierstreuer. Eine große Pflanze produziert etwa eineinhalb Millionen Samen.
Der Gänsefuß stammt ursprünglich aus dem Himalaja und wurde Ausgrabungen zufolge früher als Kulturpflanze benutzt. Auch heute noch dient er in Indien der Ernährung des Menschen, während der Gänsefuß in Nordamerika als Tierfutterpflanze verwendet wird. Gänsefuß ist auch als Heilmittel bekannt und wird bei Entzündungen, Blähungen, Verstopfung, Schmerz- und Hauterkrankungen eingesetzt.
Doch Allergiker können diese Vielfalt nicht schätzen. Der Gänsefuß gehört zu den allergologisch wichtigsten Wildkräutern. Durch die weite Verbreitung ist eine starke Belastung mit seinen Pollen möglich. Eine Allergie gegen Gänsefußpollen tritt meist bei einer polyvalenten Pollensensibilisierung gegenüber Gräsern und anderen Wildkräuterpollen, z. B. Beifuß, auf.

Detektivarbeit: Mit Allergietests auf der Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen
Die Nase läuft. Tränende Augen entwickeln sich zu einer Plage. Ständige Atembeschwerden rauben den Betroffenen jede Lebensfreude. Pollenallergien sind schlichtweg eine Geißel. So offensichtlich die Symptome einer Allergie sind, so schwierig ist das Aufspüren der Auslöser. Allergietests sind nicht immer eindeutig. Am Anfang einer Diagnose steht ein ausführliches Gespräch mit einem erfahrenen Arzt. Dann geht es auf die Spurensuche.
Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem auf harmlose Fremdstoffe. Es hält sie für eine gefährliche Bedrohung. Dabei werden viele Abwehrstoffe, Antikörper genannt, gebildet, die bestimmte Immunzellen zur Ausschüttung von Histamin veranlassen. Das Histamin sorgt dann für die typischen Entzündungssymptome. Beim Zweitkontakt ist diese Immunreaktion sehr beschleunigt. Sie kann in Sekundenschnelle ablaufen.
Mit einem Allergietest wird untersucht, auf welche Stoffe der Körper überreagiert. Grundsätzlich können dies Haut- oder Bluttests sein. Haben diese Tests vage Hinweise ergeben, kann ein Provokationstest unter ärztlicher Kontrolle den Verdacht erhärten.
Hauttests
Hauttest ist nicht gleich Hauttest. Das gebräuchlichste Verfahren ist der Pricktest. Dabei träufelt der Arzt in Verdacht stehende Allergenextrakte auf den Unterarm des Patienten. Die Haut unter den Tropfen wird leicht angepiekst. Kommt es zu einer Rötung oder Schwellung der angepieksten Haut, ist dies ein Hinweis auf eine allergische Reaktion auf den aufgetragenen Extrakt.
Beim Intrakutantest wird der Extrakt etwas tiefer unter die Haut gespritzt als bei dem Pricktest. Liegt das allergene Material nicht als flüssiger Extrakt vor, kann es auch auf der Haut gerieben werden (Reibetest). Eine weitere Alternative ist der Epikutantest. Hier werden mit dem Allergen getränkte Pflaster auf den Unterarm geklebt. Beim Scratchtest wird die Unterarmhaut angeritzt und dann ein Allergenextrakt aufgetragen.
Alle Hauttests sind empfindlich gegenüber bestimmte Medikamente. Antihistaminika, die zur Behandlung von Allergien eingesetzt werden unterbinden die Hautreaktion und müssen daher vor dem Test abgesetzt werden. Manche Blutdruckmittel (Betablocker und ACE-Hemmer) und Schmerzmittel (nichtsteroidale Antirheumatika, NSAR) erhöhen die Reaktion des Immunsystems, so dass manche Allergene zu Unrecht verdächtigt werden.
Bluttests
Dieses Problem tritt bei Blutuntersuchungen seltener auf. Das entnommene Blut wird auf den Gehalt von Antikörpern, den sogenannten Immunglobulinen IgE, untersucht (RAST-Test). Mit Hilfe des Bluttests kann allerdings auch nur festgestellt werden, ob eine allergische Reaktion vorliegt oder nicht. Auf die Spur des Auslösers führt der Bluttest nicht.
Provokationstest
Zeigt der Bluttest eine allergische Reaktion an und hat ein Hauttest ein oder mehrere Hinweise auf Auslöser ergeben, können diese mit Hilfe des Provokationstests erhärtet werden. Beim Provokationstest werden die Patienten mit den in Verdacht stehenden Allergenen konfrontiert. Bei einem Heuschnupfen wird die Nasenschleimhaut beispielsweise mit Gräserallergenen besprüht. Andere Allergene können je nach Reaktion auch inhaliert oder in die Augen gesprüht werden. Schwellen die Schleimhäute an und kommt es zu einer typischen allergischen Reaktion, stehen die auslösenden Allergene fest.
Was tun mit der Stecknadel?
Eine wichtige Methode, allergische Reaktionen zu unterbinden, ist das Meiden der Allergene. Doch das ist nicht immer möglich. Die Hyposensibilisierung, also das Unempfindlichmachen gegenüber Allergieauslösern, ist eine Option. Doch ist diese Methode nicht bei jeder Allergie möglich. Je weniger Allergene beteiligt sind, desto erfolgreicher ist das Verfahren. Der Haken bei der Hyposensibilisierung ist die Dauer der Behandlung. Gute Erfolge werden nach drei Jahren erzielt. Bei Pollenallergien haben sich deshalb Antihistaminika als sehr wirksam erwiesen. Arzneimittel mit dem Wirkstoff Azelastin müssen nur dann angewendet werden, wenn sie benötigt werden. Ihr Wirkeintritt ist sehr schnell, innerhalb von 15 Minuten. Die Linderung hält bis zu zwölf Stunden an.

Häufige Anfragen allergiegeplagter Menschen
Ständig kommen bei mir neue Allergieauslöser hinzu. Mit der Therapie, die ich zwei Wochen vor den ersten Symptomen beginnen soll, starte ich deshalb oft zu spät. Was kann ich tun?
Allergiker, die nicht nur auf eine oder wenige Pollenarten reagieren, kommen mit einer Cromoglicintherapie, wie Sie sie anwenden, leider nicht aus. Sie müssen flexibel auf die jeweilige Situation reagieren können. Deshalb sollten Sie Arzneimittel aus der Gruppe der Antihistaminika verwenden, die einen schnelleren Wirkeintritt haben. Sehr empfehlenswerte Mittel sind Nasensprays und Augentropfen mit dem Wirkstoff Azelastin. Sie wirken innerhalb von wenigen Minuten, weil Sie direkt am Ort der Entzündungsreaktion angewendet werden und nicht erst - wie bei einer Tablette üblich - über das Blut angeflutet werden müssen. Die Wirkung hält zudem 12 Stunden lang an. Der Wirkstoff ist sehr gut verträglich und verschafft Ihnen sehr effektiv Erleichterung. Probieren Sie es aus.
Wir wünschen gute Besserung!
Ihr Redaktionsteam
Tränende Augen und laufende Nase - meine Allergie raubt mir das ganze Jahr über den letzten Nerv. Was kann ich gegen den Frust tun?
Als erste Maßnahme gegen ihren Frust, sollten sie sich mit einem wirksamen Medikament bewaffnen. Am besten geeignet und am häufigsten verordnet werden Antihistaminika. Präparate mit dem Wirkstoff Azelastin müssen sie nur bei Bedarf nehmen, also genau dann, wenn die Beschwerden lästig werden. Außerdem sollten Sie ihr Umfeld unter die Lupe nehmen: Könnte Ihnen ein Pollenfilter im Auto helfen? Nützt Ihnen ein Raumbefeuchter oder ein air cleaner? Können Sie Ihre Wohnung Teppichfrei einrichten? Verwenden Sie allergenarme Matratzen? Besonders hilfreich gegen den Frust ist die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe. Hier können Sie viele nützliche Tipps von Betroffenen erhalten und in schwierigen Zeiten Trost und Hilfe erwarten. Es ist einen Versuch wert.
Wir wünschen gute Besserung!
Ihr Redaktionsteam

Expertenrat - heute:
So unterscheidet sich eine allergische Rhinitis
von einem Schnupfen
Häufig wird ein Erkältungsschnupfen mit einer allergischen Rhinitis verwechselt. Kein Wunder: die Nase läuft und heftige Niesattacken begleiten die Beschwerden. Dennoch gibt es handfeste Unterschiede, die in folgender Tabelle aufgeführt sind:
| Symptome |
Schnupfen |
Allergische Rhinitis |
| Konsistenz |
erst wässrig, dann dickflüssig und gelbgrün |
wässrig |
| Niesen |
nur zu Beginn |
dauerhaft |
| Halsweh |
Ja |
Nein |
| Husten |
Ja |
Nein |
| Juckreiz |
Nein |
Ja |
| Sonstige Beschwerden |
Kopf- und Gliederschmerzen |
Asthmagefahr, Umweltschadstoffe verschlimmern die Symptome |
| Saison |
meist im Winter |
ganzjährig |
| Fieber |
Leicht |
nein |
| Dauer |
7 - 10 Tage |
Wochen bis ganzjährig |