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 Behandlung
Allergische Rhinitis oder Konjunktivitis
Zur Behandlung der unterschiedlichen Arten von Rhinitis stehen verschiedene Therapieoptionen zur Verfügung. Welche Medikamente wann am besten wirken, hängt davon ab, welche Symptome vorherrschen (laufende oder verstopfte Nase) und wie stark diese ausgeprägt sind. Die ARIA-Empfehlungen sehen folgende Vorgehensweise für eine stadiengerechte Therapie vor:
Die Therapie mit Antihistaminika ist die Therapie der ersten Wahl. Örtlich verabreichte Antihistaminika wie z.B. Azelastin können schon bei leichten und kurzfristigen Beschwerden eingesetzt werden. Je nach Schweregrad der Erkrankung wird eine zusätzliche Therapie in Form von Tropfen oder Tabletten zu Einsatz kommen.
Örtlich angewendete - also direkt auf die Nasenschleimhaut oder in die Augen aufgetragene - Antihistaminika wirken schnell und lindern Beschwerden wie Niesen und Juckreiz sehr schnell. Der Wirkstoff Azelastin ist ein modernes Antihistaminikum vom Typ der H1 Blocker mit einem Wirkungseintritt innerhalb von 10-15 Minuten.
Die Verwendung von Tropfen oder einem Spray ist effektiver, da die Aufnahme über die Schleimhäute der Nase und der Augen schnell und am wenigsten belastend für den Organismus ist. Außerdem bekämpft der Wirkstoff die Entzündung dort, wo sie stattfindet.
Mit den schon lange bekannten Mastzellstabilisatoren (Cromoglicinsäure und Nedocromil) kann man Heuschnupfenbeschwerden vorbeugen. Sie wirken erst nach ca. sechs Wochen optimal und müssen regelmäßig angewendet werden. Gegen akute Beschwerden sind sie kaum wirksam.
Kortisonpräparate wirken stärker anti-entzündlich, aber nicht so schnell wie Antihistaminika. Die äußerlich in Form von Nasensprays aufgetragenen modernen Kortisone sind unbedenklich in der Anwendung. Sie werden nach den ARIA Empfehlungen am besten bei ganzjährigen mäßigen oder schweren Beschwerden angewandt. Zusätzlich können in diesem Stadium auch moderne Antihistaminika vom Typ der H1-Blocker mit entzündungshemmender Wirkung verabreicht werden.
Nicht-allergische (vasomotorische) Rhinitis
Zur Behandlung des nicht-allergischen (vasomotorischen) Schnupfens stehen verschiedene Wirkstoffe wie Antihistaminika oder Kortison zur Verfügung. Das Antihistaminikum Azelastin (Nasenspray) zeigt auch bei nicht-allergischem (vasomotorischem) Schnupfen eine gute Wirkung. Hier kommen vor allem die anti-entzündlichen und weniger die anti-allergischen Eigenschaften des Wirkstoffs zum Tragen ohne die Nachteile des Kortisons.
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